Das Reizdarmsyndrom ist keine Seltenheit. In Deutschland sind ….

betroffen sind 12 Millionen Menschen in Deutschland.

meist 30- bis 50-Jährige

überwiegend Frauen (doppelt so häufig wie Männer)

REIZDARM­SYMPTOME:

Das Reizdarmsyndrom hat viele Gesichter: Während die einen über ständigen Durchfall klagen,
leiden die anderen unter Verstopfung. Manche Patienten haben auch im Wechsel mit Durchfall und Verstopfung zu kämpfen. Hinzu kommen meist Blähungen und Bauchschmerzen. Häufig treten mehrere Symptome gleichzeitig auf.
Weitere mögliche Begleiterscheinungen sind Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Bei anhaltenden Problemen entstehend oftmals Ängste und depressive Verstimmung.

URSACHEN:

Die Ursachen, die zu dem typischen Beschwerdebild eines Reizdarms führen, sind bisher nicht eindeutig geklärt. Oftmals bedingen sich mehrere Faktoren. Ernährungsgewohnheiten (Kaffee, scharfe Gewürze, Alkohol) und Nahrungsmittel­unverträglichkeiten (Lactose, Fructose, Gluten etc) können die Symptome eines Reizdarms hervorrufen. Stress und psychische Störungen, z.B. Ängste oder Depressionen, können die Entwicklung begünstigen oder dessen Symptome verstärken. So führen seelische Anspannung, Unruhe oder verstärkte Ängste zu einer veränderten Motorik der Magen/Darmmuskulatur. Aber auch eine veränderte Darmflora, Darmentzündungen oder vorausgegangene Erkrankungen zählen zu den Ursachen eines Reizdarmes.

INTAKTE DARM-BARRIERE:

Etwa sechs Meter misst der gesamte Darm. Eine intakte Darm-Barriere befördert die Nahrung ohne „Nebenwirkungen“ wie Völlegefühl, Blähungen, Durchfall, Verstopfung durch den Dünn und Dickdarm. Die einzelnen Darmzellen sind geschlossen, nicht entzündet und bilden eine gesunde Darmbarriere, welche alle Erreger abwehren kann. Unser Darm beherbergt 100 Billionen von Bakterien, das so genannte Darmmikrobiom. Ein intaktes Mikrobiom ist im Gleichgewicht, das heißt die „guten“ Bakterien sind in ausreichender Menge vorhanden.

An die 100 Millionen Nervenzellen befinden sich auf der Darmschleimhaut. Das Gehirn und der Darm sind über den Vagusnerv miteinander verbunden. Ist der Vagusnerv nicht intakt, erklären Redensarten wie „das schlägt mir auf den Magen“ diese Verbindung.

GESTÖRTE DARM-BARRIERE:

Ist die Darmschleimhaut beschädigt oder entzündet können Schadstoffen von außen in den Organismus eintreten. Bereits durch kleinste Schädigungen der Darmbarriere können Erreger und Schadstoffe in die Darmwand eindringen. Die unangenehmen Folgen sind wiederkehrende Darmbeschwerden wie Durchfall, Bauchschmerzen oder Blähungen. Das Mikrobiom verändert sich, es entsteht ein Ungleichgewicht, das heißt die gesundheitsfördernden Bakterien sind nicht mehr in ausreichender Zahl vorhanden.

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